DVDs der Pikler Gesellschaft Berlin

Stimmen zur Filmpremiere in Berlin:

Am 28. Oktober war es nun so weit: Die Pikler Gesellschaft Berlin e.V. freute sich, erstmals den neuen Dokumentarfilm "Spielen, die Welt des Kindes. Ein Tag in der Pikler-Krippe Lóczy in Budapest" im Eva-Lichtspielkino präsentieren zu dürfen. Gemeinsam mit der Pikler-Lóczy Gesellschaft Ungarn und unter Regie von Katalin Pázmándy entstand dieser wunderbare neue Film.

Mit einem herzlichen Willkommen wurden die vielen interessierten Besucher:innen am Abend begrüßt. Es gab Snacks, Getränke und viele schöne Begegnungen mit bekannten Gesichtern und regen Gesprächen. Nachdem der Kinosaal bis auf den letzten Platz ausgefüllt war, begann die Reise in die Welt des Kindes. Neben lang anhaltender Stille waren ab und zu auch kleine Schmunzler zu vernehmen.

Nach ungefähr 70 Minuten endete der Zauber und es gab neben einer Fragerunde viele anerkennende und dankende Worte für diese großartige Arbeit. Mit einem großen Applaus und wunderschönen Blumensträußen wurden Katalin Pázmándy, die Übersetzerin Mari Cantu, die Sprecherin Katharina Eckerfeld und Monika Aly, Vorsitzende der Pikler Gesellschaft Berlin e.V. verabschiedet und jede trat, eingehüllt von seinen eigenen Emotionen den Heimweg an.

Antje Hofmann

 

Spielen - die Welt des Kindes
Ein kleiner Einblick in einen besonderen Filmabend von Jasmin Bolten

Die Pikler Gesellschaft Berlin e.V. präsentierte den neuen Krippen-Film aus Budapest im EVA-Kino in Berlin. Der Film „Spielen - die Welt des Kindes“ entstand in Zusammenarbeit der Pikler Gesellschaft Berlin und der Pikler-Lóczy Gesellschaft Ungarn. Der Regisseurin Katalin Pázmándy ist es in besonderer Weise gelungen, tief authentische Einblicke in das freie Spiel der Kinder zu geben. Der einfühlsame Kommentar bereichert die visuellen Eindrücke noch zusätzlich.

Die emotionale Nähe zum Geschehen auf der Leinwand war berührend. Selbst die erst noch munter schwatzenden Menschen direkt hinter mir, wurden ganz still beim Anblick der lang geführten Szenen, die ganze Verläufe des kindlichen, selbstbestimmten Spiels zeigen und auf diese Weise die Tiefen offenbaren, in denen die Kinder im Spiel ihren Entwicklungsthemen begegnen. Wie die Kinder sich selbst und ihre Welt im und durch das Spiel ergründen, erforschen und gestalten. Wie sie Beziehungen erleben, die Begegnung und Zusammengehörigkeit mit anderen, wie sie ihr Denken entwickeln, im Wechsel der Aufmerksamkeiten Regulation erfahren, ihren eigenen Körper und die Bewegung erleben.

Die Vielschichtigkeit dieser individuellen Erfahrungen war für mich auch in den gefilmten Szenen selbst zu entdecken, wenn zum Beispiel im Vordergrund einige Kinder in Holzkisten sitzend, jauchzend das Rutschen auf der schrägen Ebene probieren, während im unscharfen Hintergrund, ein anderes Kind mit großer Genauigkeit beim Klettern auf verschiedenen Höhen zu sehen ist. So unterschiedlich und individuell wie die Persönlichkeiten und Stimmungen der Kinder ist auch ihr Spiel und ihre Weise, sich selbst kennenzulernen.

Während des Films dachte ich immer wieder an die Kinder, mit denen ich den Tag in der Krippe verbracht hatte. Ein Stückchen weiter hinten saß auch meine Kollegin. Ich fühlte Verbundenheit, ich wusste, dass auch sie an unsere Arbeit denkt, vielleicht horchten wir innerlich in denselben Momenten auf? An manchen Stellen des Films kicherten die Menschen im Saal. Am meisten jedoch kicherte und lachte Katalin Pázmándy selbst. Gleich vor mir saß sie und wand sich vor Freude unaufhörlich in ihrem Sessel. Diese Verbundenheit, dieses Mitfühlen und Mitfreuen, dieses Erkennen, es kann wachsen, wenn wir in aufrichtigem Interesse dem Spiel des Kindes zuschauen, wenn wir präsent und zugleich zurückhaltend den Raum den Kindern und ihrer Freiheit im Spiel überlassen. Es ist ein wirklich wunderbarer Film entstanden. Reich an Entdeckungen und Inspirationen, die mich in der Fülle staunend und tief berührt hinterlassen.
Beim anschließenden Publikumsgespräch wurde spürbar, dass es nicht nur mir so erging. Äußerungen der Dankbarkeit und der Freude waren zu hören. Viele Menschen im Saal brauchten aber wohl etwas Zeit, um von der Einkehr in die eigene innere Welt, zu der dieser Film einlädt, zurückzukehren. Das verstehe ich nur zu gut. An diesem Abend freute ich mich noch ein bisschen mehr auf meine Arbeit am nächsten Tag.

Danke für diesen wertvollen Film!


 

DVDs der Pikler Gesellschaft Berlin

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DVD Spielen – Die Welt des Kindes

Die vorliegende Dokumentation umkreist die Bedeutung des freien Spiels junger Kinder. Die Filmerin Katalin Pázmándi begleitete drei Kindergruppen der Emmi-Pikler-Krippe in Budapest im Verlauf eines Jahres. Es wird gezeigt, wie das Denken und Handeln der Erzieherinnen dazu beiträgt, dass die Kinder ihren Spielinteressen, ihren individuellen Bedürfnissen nach Experiment und Gemeinschaft, nach Tätigsein und Ruhe ungestört nachgehen können.

„Wenn die Umgebung es erlaubt und wenn der Erwachsene es nicht anleitet, dann experimentieren die Kinder, sie spielen kreativ, ihren Ideen folgend. (...)
So lernt nicht nur das Kind, sondern auch der Erwachsene über das Kind. Wir bekommen einen Einblick in die persönliche Welt des Kindes, wir lernen etwas von seiner Denkweise, seinen Interessen und seinen Emotionen kennen.“

50,00 €, zuzügl. Versandkosten

ISBN 978-3-9822887-0-3, Laufzeit 72 min, 2020

DVD „Freude an der Bewegung“

Die ersten anderthalb Jahre. Aus einer Filmreihe der internationalen Emmi-Pikler-Stiftung, 35,00 €, inkl. Veröffentlichungsrechte. Diese berechtigen zum nicht gewerblichen Verleih und zu nicht gewerblichen öffentlichen Vorführungen.

ISBN 978-3-9808431-5-7, Laufzeit 25 min mit Beiheft, 2010